(Von roterclaus gerebloggt)

(Quelle: wonderwomanzombies)

(Von 1000lostchildren gerebloggt)

“Nicht hinzunehmen ist der status quo, daß nicht alle Menschen ausreichend, geschweige gut essen und trinken, daß sehr wenige medizinisch so versorgt werden, wie das heilkundliche Wissen der jeweiligen Epoche, in der sie leben, zuließe, daß ein sehr kleiner Teil der Weltbevölkerung in hellen Räumen mit nützlichen, geschweige schönen Möbeln wohnt, daß Personen, wenn sie sich verlieben, nicht überall miteinander anfangen können, wozu sie Lust haben, solange daraus niemand ein Schaden entsteht, daß nur wenige sich zweckmäßig, geschweige nach einem eigenen Geschmack kleiden und sich kaum jemand aussuchen kann, wann andere auf ihre oder seine Bedürfnisse, Wünsche oder Ansichten achten.”

Barbara Kirchner / Dietmar Dath — Der Implex - Sozialer Fortschritt Geschichte und Idee (S.48). (via uncool)

(Von fliegtallesauf gerebloggt)

(Quelle: black-leather)

(Von riffclichard gerebloggt)
(Von punkest gerebloggt)
(Von hematomes gerebloggt)

one heart double breasted by _RUX

(Von punkest gerebloggt)
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Oliver Schott und Magnus Klaue diskutieren über Liebe, Beziehung und Polyamorie.

Oliver Schott argumentiert in seinem Buch “Lob der offenen Beziehung” (Bertz + Fischer, 2010), dass Monogamie irrational und unmoralisch ist, Liebe keine Exklusivitätsansprüche begründet und die Menschen sich in der Gestaltung ihrer Beziehungen nicht von den konventionellen Mustern von Liebesbeziehung, Freundschaft oder Affäre leiten lassen sollten. Die Polyamorie, den neuesten Trend auf dem Markt der Beziehungsmodelle, verteidigt er dabei trotz einiger Vorbehalte gegen ihre linken Kritiker. Jeder Mensch muss die Frage nach dem Umgang mit Liebe, Sexualität und Intimität letztlich in der Praxis beantworten, und diese Antwort kann rationalerweise nur in einem wie auch immer zu formulierenden Bekennntnis zu einer offenen Beziehungsform bestehen.

Magnus Klaue dagegen kritisiert Polyamorie als die jüngste Erscheiungsform der Verwandlung von Liebe in “Beziehung”, welche die wachsende Unfähigkeit der Individuen zur freien Objektbesetzung reflektiert. Polyamorie und “offene Beziehung” sind ein Produkt eines mißlungenen Liberalismus: ebenso verzweifelte wie autoritäre Versuche einer Resteverwaltung der verlorenen Glücksversprechen der Promiskuität, die nicht etwa endlich eingelöst, sondern um ihre Wahrheit gebracht werden sollen durch ein Kommunikationsmodell, das die beiden voneinander untrennbaren Momente von Liebe – Sexus und Geist – buchstäblich aus der Welt zu reden verspricht und vielleicht deshalb so attraktiv ist.

http://schleusen.wordpress.com/2011/09/01/ich-liebe-doch-alle-menschen-ich-setze-mich-doch-dafur-ein/

(Von arizuma gerebloggt)

Nude #77, circa 1935, Photographer: Roger Schall 

(Von maliciousglamour gerebloggt)

(Quelle: reflexes)

(Von gkri gerebloggt)

“Der weibliche Charakter und das Ideal der Weiblichkeit, nach dem er modelliert ist, sind Produkte der männlichen Gesellschaft. Das Bild der unentstellten Natur entspringt erst in der Entstellung als ihr Gegensatz. Dort, wo sie human zu sein vorgibt, züchtet die männliche Gesellschaft in den Frauen souverän ihr eigenes Korrektiv und zeigt sich durch die Beschränkung als unerbittlicher Meister. Der weibliche Charakter ist ein Abdruck des Positivs der Herrschaft. Damit aber so schlecht wie diese. Was überhaupt im bürgerlichen Verblendungszusammenhang Natur heiβt, ist bloβ das Wundmal gesellschaftlicher Verstümmelung. Wenn das psychoanalytische Theorem zutrifft, daβ die Frauen ihre physische Beschaffenheit als Folge von Kastration empfinden, so ahnen sie in ihrer Neurose die Wahrheit. Die sich als Wunde fühlt, wenn sie blutet, weiβ mehr von sich als die, welche sich als Blume vorkommt, weil das ihrem Mann in den Kram paβt. Nicht darin erst steckt die Lüge, daβ Natur dort behauptet wird, wo sie geduldet und eingebaut ist, sondern was in der Zivilisation für Natur einsteht, ist seiner Substanz nach aller Natur am fernsten, das reine sich selber zum Objekt Werden. Jene Art Weiblichkeit, die auf den Instinkt sich beruft, ist stets genau das, wozu eine jegliche Frau mit aller Gewalt — mit männlicher Gewalt — sich zwingen muβ: die Weibchen sind die Männchen. Man muβ nur einmal als Eifersüchtiger wahrgenommen haben, wie solche weiblichen Frauen über ihre Weiblichkeit verfügen, sie nach Bedarf einsetzen, ihre Augen blitzen machen, ihr Temperament bedienen, um zu wissen, was es mit dem gehüteten, vom Intellekt unversehrten Unbewuβten auf sich hat. Seine Unversehrtheit und Reinheit gerade ist die Leistung des Ichs, der Zensur, des Intellekts, und eben darum schickt sie sich so konfliktlos ins Realitätsprinzip der rationalen Ordnung. Ohne alle Ausnahme konformieren die weiblichen Naturen. Daβ Nietzsches Insistenz davor Halt machte und das Bild weiblicher Natur ungeprüft und unerfahren von der christlichen Zivilisation übernahm, der er sonst so gründlich miβtraute, hat die Anstrengung seines Gedankens schlieβlich doch der bürgerlichen Gesellschaft unterworfen. Er verfiel dem Schwindel, »das Weib« zu sagen, wenn er von Frauen spricht. Daher allein der perfide Rat, die Peitsche nicht zu vergessen: das Weib selber ist bereits der Effekt der Peitsche. Befreiung der Natur wäre es, ihre Selbstsetzung abzuschaffen. Die Glorifizierung des weiblichen Charakters schlieβt die Demütigung aller ein, die ihn tragen.”

Adorno: Minima Moralia, S. 168f. (via hankythewanky) oder http://nichtidentisches.wordpress.com/2012/02/03/seit-ich-ihn-gesehn-iggy-pop-und-die-emanzipation/

(Von schrotzudenvoegeln gerebloggt)

(Quelle: glorifier)

(Von 1000lostchildren gerebloggt)